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Freitag, Januar 28th, 2011

Hat man sich, aus welchen gesundheitlichen Gründen auch immer, mit dem Gedanken vertraut gemacht, für die Wohnung bzw. das Haus einen Treppenlift anzuschaffen, stellen sich nun mehrere Fragen, wie zum Beispiel, was kosten Treppenlifte, welche Zuzahlungen erhält man und wie kann man das Hilfsmittel steuerlich geltend machen?

Die Kosten für Treppenlifte sind von verschiedenen Kriterien abhängig. Je nach Art (Sitz- oder Plattformlift, Hub- bzw. Hebelift), technischer Ausstattung (Antrieb, Bedienung, Geschwindigkeit), Größe, der Treppenform (geschwungene, kurvige oder gerade Treppen), Anzahl der zu überwindenden Stockwerke und des erforderlichen Bau- bzw. Montageaufwandes sowie der Serviceleistungen des Herstellers liegen die Kosten für Treppenlifte bei etwa 4.000,00 bis 20.000,00 Euro.

Finanzielle Unterstützung

Bevor man sich, nach individueller Beratung durch das geschulte Fachpersonal der Hersteller für Treppenlifte, für einen der Treppenlifte, der genau den Anforderungen entspricht, entscheidet, ist mit der zuständigen Kranken- bzw. Pflegekasse und/oder der Berufsgenossenschaft und/oder dem Versorgungsamt unbedingt zu klären, inwieweit Zuschüsse gewährleistet werden können.

Die Krankenkassen bzw. Pflegekassen zahlen für Treppenlifte nur dann, wenn der Gehbehinderte eine Pflegstufe, mindestens Stufe 1, hat. Die Einstufung in jeweilige Pflegestufe (1 – 3) wird vom Medizinischen Dienst vorgenommen. Hat der Pflegebedürftige einen entsprechende Pflegestufe kann ein „Zuschuss zur Verbesserung des häuslichen Wohnumfelds“ bei der Pflegeversicherung beantragt werden. Eine finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung der Treppenlifte aus Altersgründen wird nicht gewährt. Liegt eine Pflegstufe vor, zahlt die Pflegeversicherung maximal 2.557,00 Euro (nach § 40, Abs. 4 Sozialgesetzbuch XI). Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um neue, gebrauchte, klassische Treppenlifte oder um Plattformlifte oder Hublifte, jeweils im Innen- oder Außenebereich, handelt. Die Installation bzw. die Montage der Treppenlifte gehört zur „Wohnraumanpassung“, die ebenfalls von der Pflegeversicherung finanziell unterstützt wird.

Ist der Einbau des Treppenliftes nach einem Arbeitsunfall notwendig, sind alle Fragen mit der zuständigen Berufsgenossenschaft zu klären. Nach einem Unfall, z. B. Verkehrsunfall, sind alle Fragen bezüglich Finanzierung usw. mit der Haftpflichtversicherung abzusprechen, die dann zur Kostenübernahme verpflichtet ist. Die Kosten für Treppenlifte, die nach einer Kriegs- oder Wehrdienstverletzung eingebaut werden müssen, sind mit der Hauptfürsorgestelle bzw. dem Versorgungsamt zu klären. Mitunter kommen bei beruflicher Rehabilitation auch mehrere Kostenträger, wie Rentenversicherung, Bundesagentur für Arbeit Versorgungsamt und Unfallversicherung in Frage. Ist kein Kostenträger zuständig, sollte man sich auch beim jeweiligen Sozialamt oder bei Stiftungen erkundigen, ob es finanzielle Mittel für Treppenlifte gibt.

Jeder steuerpflichtige Bürger kann die Anschaffung des Treppenliftes steuerlich als „außergewöhnliche Belastung“ in seiner Steuererklärung geltend machen.

Alle Außendienstmitarbeiter der Hersteller der Treppenlifte geben beim persönlichen Gespräch nicht nur Hinweise zu den technischen Möglichkeiten, sondern auch zu den Finanzierungsmöglichkeiten, Zuschüssen und der steuerlicher Berücksichtigung gern Tipps und Hinweise, die vor der Anschaffung weiterhelfen.

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